Das Volksentscheids-Ranking 2010 vergleicht die Bundesländer in Bezug auf ihre Regelungen bei Bürgerbegehren (kommunale Ebene) und Volksbegehren (Landesebene). Baden-Württemberg stürzt gegenüber dem Ranking vor drei Jahren mit einer Durchschnittsnote von 4,9 (mangelhaft) auf den vorletzten Tabellenplatz ab.
Rheinland-Pfalz und Thüringen sind dank bürgerfreundlicher Reformen am Land vorbeigezogen. „Baden-Württemberger können alles – außer mitentscheiden!“, kommentiert kommentiert der Landesverband die Situation. In den schlechten Reglungen der direkten Bürgerbeteiligung auchliegt auch eine Ursache für die starken Proteste gegen Stuttgart 21. Denn die Versuche der Bürger, ihrer Meinung Gehör zu verschaffen, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebremst. Die Menschen wollen mitentscheiden. Dies ist unklug und schädlich für das Ansehen unserer Demokratie.
Das Ranking 2010 finden Sie [hier] zum Herunterladen.
Die Verfassung von Baden-Württemberg sieht landesweite Volksabstimmungen vor, die bislang nicht praktiziert wurden:
Diese Rubrik soll über den letztgenannten Weg - die bürgerinitiierte Volksabstimmung zur Rechtsänderung - informieren, aber auch den Reformbedarf aufzeigen. Damit es zu einer Volksabstimmung durch die BürgerInnen kommt, sind zwei Verfahrensschritte vorgesehen: Zulassungsantrag und Volksbegehren.
Wenn Sie ein solches Verfahren einleiten wollen, benötigen Sie detailliertere Informationen. Bitte nehmen Sie dann mit uns Kontakt auf. [Kontakt...]
Das Bündnis für mehr Demokratie in Baden-Württemberg, ein Zusammenschluss aus Umwelt- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften, schlägt sieben Punkte zur Reform von Volksbegehren und Volksabstimmungen in Baden-Württemberg vor:
Die Reformvorschläge [ PDF]
Synopse momentane Regelung - Reformvorschlag [ PDF]
Die Regelungen für Volksbegehren und Volksabstimmungen in den 16 Bundesländern unterscheiden sich sehr stark. Ein Vergleich finden Sie [hier].
Mehr Demokratie sieht einen großen Reformbedarf bei den Regelungen für Volksbegehren und -abstimmung in Baden-Württemberg. [mehr...]
Nachdem der Weg eines kommunalen Bürgerentscheids in Stuttgart durch die Stadt verpasst wurde, ist eine direktdemokratische Lösung des Konflikts nur noch auf Landesebene möglich. Dazu kommenzwei Instrumente in Frage kommen: Volksabstimmung oder eine unverbindliche Volksbefragung. Mehr Demokratie e. V. empfiehlt, zur Lösung des Konflikts um S 21 einen dieser Wege zu gehen.
Hier können Sie das ganze [Papier lesen.]
Die Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen haben Ende August einen Reformvorschlag zur Absenkung der Hürden bei Volksbegehren und Volksentscheid in den Landtag eingebracht.
Hier finden Sie den [Gesetzentwurf.]

In einem breiten "Bündnis für mehr Demokratie" wollte Mehr Demokratie zusammen mit über 20 anderen Organisationen die Regelungen für Bürgerbegehren und -entscheide wesentlich verbessern.
Besuchen Sie hierzu unsere Bündnis-Website.
Mehr Demokratie e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart
Tel. 0711 - 5091010
info@mitentscheiden.de
Spendenkonto
Mehr Demokratie - Kto. 8858107
BfS München - BLZ 700 205 00