Wir wollen Baden-Württemberg zum Mitmachland machen

Mitgliederversammlung 21.01.2012

Teilnehmerrekord und spannende Strategiediskussionen

Das Interesse an der direkten Demokratie ist ungebrochen hoch. Bei der Mitgliederversammlung im Januar 2012 informierten sich so viele Mitglieder und Interessenten wie noch nie über die neuesten Entwicklungen der Arbeit des Landesverbandes Baden-Württemberg. Das Programm war vollgepackt, denn die Hoffnung ist groß, dass 2012 das Jahr der Reformen der direkten Demokratie wird. mehr...

VHS Bürgerfoyer am 14. Dezember: "Nach der Abstimmung"

Das Thema wurde bei dieser Veranstaltung zum Programm. Über Bürgerbeteiligung sollte an diesem Abend diskutiert werden und die VHS Stuttgart in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung wählte dafür die partizipative Methode des World Cafes. An Fünfertischen versammelt diskutierten die Teilnehmenden in wechselnden Kleingruppen verschiedene Fragestellungen rund um die Akzeptanz der direkten Demokratie oder der Voraussetzungen für Beteiligung. Die Ergebnisse wurden dann gemeinsam im Plenum vorgestellt und in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Staatsrätin Gisela Erler, Demokratieexperte Prof. Roland Geitmann und der Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann diskutiert.

In der Diskussion wurde eine Verbitterung der Teilnehmenden über den Verlauf der Volksabstimmung deutlich spürbar. Eine ausgeglichene und faire Medienberichterstattung, ungleicher Mitteleinsatz und unfaire Abstimmungskonditionen machen es vielen schwer das Ergebnis der Abstimmung zu Stuttgart 21 zu akzeptieren. Es bestand große Einigkeit, dass faire Regeln Voraussetzung für eine funktionierende Bürgerbeteiligung sind. Professor Roland Geitmann von der FH Kehl, bezeichnete die direkt Demokratie als unverzichtbares Element im weiten Feld der Bürgerbeteiligungsformen. Nur wenn die Bürger und Bürgerinnen die Entscheidung über eine Sachfrage an sich ziehen könnten, würde Bürgerbeteiligung nicht zur Spielwiese werden.


Landtagsdebatte: Den Schwung der Volksabstimmung nutzen

Landtagsdebatte: Den Schwung der Volksabstimmung nutzen

Für eine Generalüberholung der direkten Demokratie

In der Landtagsdebatte am 14.12.2011 sagte Ulrich Sckerl (Grüne) der Union glänzende Perspektiven endlich bürgerfreundlich zu werden für das nächste Jahr voraus. Die Debatte stand im Zeichen einer geplanten Generalüberholung der direkten Demokratie in Baden-Württemberg. SPD und Grüne, vertreten durch Andreas Stoch (SPD), Ulrich Sckerl und Innenminister Reinold Gall (SPD), sahen in der hohen Beteiligung an der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 einen konkreten Auftrag: die direkte Demokratie in Baden-Württemberg muss entstaubt und nutzbar gemacht werden. „Eine moderne und zeitnahe Ausgestaltung“, wünscht sich Innenminister Gall. Dabei wurde er von Andreas Stoch unterstützt, welcher die repräsentative Demokratie um Element der direkten bereichern möchte, um der Entfremdung des Einzelnen vom Gemeinwesen entgegen zu wirken.

Dem Argument der CDU, Baden-Württemberg habe es auch ohne Volksentscheide zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesländer gebracht, unterstellte Sckerl einen gewissen Zynismus. Mit den derzeitigen Verfahrensregeln sei es für die direkte Demokratie kaum möglich, einen Unterschied zu machen. Die FDP beteiligte sich an der Debatte mit dem Hinweis, der Weihnachtsmann hätte SPD und Grünen schon einmal einen wohlmeinenden Besuch abgestattet. Damit wurde auf vergangenes Angebot angespielt das Quorum auf 20 Prozent zu senken.

Innenminister Gall stellte als letzter Redner einen ersten Umriss der Reformvorstellungen vor und die Regierungsfraktionen äußerten den dringlichen Weihnachtswunsch an die Opposition für die Weiterentwicklung der Demokratie Gesprächsbereitschaft zu zeigen.

Mehr Demokratie begrüßt die Vorschläge der Regierungskoalition zu den umfassenden Reformen der direkten Demokratie auf allen Ebenen sehr und freut sich auf eine kooperative Zusammenarbeit aller Akteure im Sinne der direkten Demokratie!


Mehr Demokratie präsentiert Monitoring-Vorbericht zu S21

Mehr Demokratie präsentiert Monitoring-Vorbericht zu S21
Tim Weber, Bundesverbandmitglied und Reinhard Hackl, Sprecher des Mehr Demokratie-Vorstandes Baden-Württemberg bei der Pressekonferenz im Landtag

Auf einer Pressekonferenz im baden-württembergischen Landtag hat Mehr Demokratie e.V. am 30. November den Vorbericht des Monitorings zur Volksabstimmung über Stuttgart 21 vorgestellt.

Das Monitoring wurde vom Bundesverband von Mehr Demokratie erstellt um Neutralität der Beurteilung zu gewährleisten. Inhalt sind die Bewertung der Volksabstimmung im Hinblick auf ihre Fairness. Dafür wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Finanzierung, die Informationsmaterialien und das Verhalten der Akteure unter die Lupe genommen.

Obwohl viele Aspekte der Volksbestimmung das Prädikat fair erhielten, fällt die Gesamtbilanz negativ aus. Das Zustimmungsquorum würde in einer Volksstimmung von Anfang an für ein unfaires Ungleichgewicht zu Gunsten der Gegner sorgen. Dieses kann nicht ausgeglichen werden durch faire Verhältnisse in den anderen Bewertungsbereichen, lautet die Argumentation im Bericht.

Mehr zum Monitoring lesen Sie [hier].


S21- eine demokratiepolitische Bilanz

Nun ist sie vorüber, die erste Volksabstimmung in Baden-Württemberg zu einer Sachfrage. Ihre Entstehungsgeschichte ist ungewöhnlich. Und das Ergebnis ein starker Impuls für mehr Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie.

Lesen Sie [hier], welche Lehren aus der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 zu ziehen sind.


S21: Hohe Beteiligung ist ein Sieg für die direkte Demokratie

S21: Hohe Beteiligung ist ein Sieg für die direkte Demokratie
Unmut wegen des Quorums

Die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 ist vorbei. Bei einer Beteiligung von fast 50 Prozent haben die BürgerInnen für ein eindeutiges Ergebnis gesorgt: Knapp 60 Prozent der Abstimmenden sprachen sich gegen den Ausstieg und damit für die Fortsetzung des Projekts Stuttgart 21 aus.

Die hohe Wahlbeteiligung bei der Volksabstimmung ist ein großer Erfolg für die direkte Demokratie. Die Baden-Württemberger haben damit ein deutliches Zeichen für mehr direkte Mitbestimmung gesetzt.

Die Volksabstimmung hat aber auch gezeigt: die Regelungen für Volksabstimmungen in Baden-Württemberg sind unfair.

Eine Reform der direkten Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg sollte nun folgen. Denn ein Zustimmungsquorum kann die Qualität der Debatte mindern, Boykottverhalten von Gegnern und Befürworten fördern und Abstimmungsergebnisse verzerren.

Eine demokratiepolitische Bilanz zur Volksabtimmung über Stuttgart 21 können Sie [hier]. lesen.

Die Reformen müssen nun zügig in Angriff genommen werden. Unsere Forderungen finden Sie [hier].

 

Wir waren in den letzten Tagen vor der Volksabstimmung mit der Videokamera unterwegs. Unsere Eindrücke:


Unterschriftensammlung: Damit die Mehrheit entscheidet!

Unterschriftensammlung: Damit die Mehrheit entscheidet!
Bei der Unterschriftensammlung in Stuttgart.

Schon bei den ersten Sammelaktionen am Rande der Montagsdemonstrationen unterstützten über 500 Menschen die Forderung nach einer Volksabstimmung über die Volksabstimmung. Nun können auch Sie hier [unterschreiben].

Wir werben für die Abschaffung des Zustimmungsquorums und für eine Verfassungsänderung durch Volksabstimmung. Damit sollen auch Volksbegehren erleichtert werden. Wir treffen dabei auf viel Interesse und große Bereitschaft in der Bevölkerung. Viele Menschen wollen sich für mehr direkte Demokratie in Baden-Württemberg einsetzen.

Unser Ziel ist es über 10.000 Unterstützer und Unterstützerinnen zu finden, damit wir der Regierungsmehrheit zeigen können, wie groß der Wunsch nach einer Reform der Volksabstimmung ist.

 

Hier können Sie [unterschreiben] oder die [Unterschriftenliste] zum Ausdrucken herunterladen.


Informationen zur Volksabstimmung: Jede Stimme zählt!

Am 27.11.2011 findet die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 statt. Mehr Demokratie e.V. empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, diese Chance der aktiven Mitbestimmung zu nutzen und an der ersten Volksabstimmung in Baden-Württemberg teilzunehmen. Egal ob für oder gegen das Kündigungsgesetz, jede Stimme ist ein Votum für mehr direkte Demokratie!

 

In diesem Informationsblatt finden Sie Antworten zu möglichen Fragen und Problemen, die sich durch die Volksabstimmung ergeben.

 

Hier können Sie das ganze Infoblatt [lesen] oder als [pdf] herunterladen.


Demokratie im Praxistest - Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung

Demokratie im Praxistest - Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung
Sylvia Knittel, Reinhard Hackl und Sarah Händel bei der Tagung am Infostand.

Die Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Thema Bürgerbeteiligung zeigt, dass das Interesse an dem Thema ungebrochen hoch ist. Mehr Demokratie e.V. fehlte nicht und baute mit freundlicher Erlaubnis der Heinrich Böll Stiftung im Foyer des Literaturhauses unseren Infostand auf, versorgten die Anwesenden mit Informationen und frischen Ideen zum Thema Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie. Wir konnten mit vielen Teilnehmern und Referenten intensiv über das Thema sprechen. Bei dieser Veranstaltung sorgte die hochkarätige Gäste- und Referentenliste dafür, dass der Andrang groß und die Aufmerksamkeit der Zuhörer ungeteilt war. Lesen Sie unseren [Bericht].


Volksabstimmung zu Stuttgart 21: Mehrheitsentscheidungen respektieren!

Die geplante Volksabstimmung über das Projekt Stuttgart 21 darf nicht zur Farce werden, die nur der Scheinlegitimation eines fragwürdigen Projekts dient.

Lesen Sie den [Beitrag] von Prof. Roland Geitmann.


Bericht über Aktions-Urlaub in Schleswig-Holstein

Bericht über Aktions-Urlaub in Schleswig-Holstein
Sarah Händel sammelt Unterschriften in Schleswig-Holstein und bekommt Unterstützung von "ganz Oben".

Noch nicht lange dabei beim Mehr Demokratie-Team in Stuttgart wurde ich letzte Woche an einen anderen Landesverband „ausgeliehen“ um meinen ersten Aktions-Urlaub zu erleben. Eine Woche lang sollte ich in Schleswig-Holstein mit anderen Mehr Demokratie Aktiven das Basis-Camp in Elmshorn beziehen. Von dort sind wir täglich losgezogen, um uns langsam aber sich der magischen Zahl anzunähern: zweimal 20.000! Dies ist die Zahl der Unterschriften, die nötig sind die angestrebten 2 Volksbegehren, eines zur Verbesserung der direktdemokratischen Verfahren in Schleswig-Holstein und das andere zur Einbringung in den Bundesrat mit dem Ziel die bundesweite Volksabstimmung im GG zu verankern, zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Lesen Sie den ganzen [Bericht].


Unterschriftenübergabe an den Landtagspräsidenten

Unterschriftenübergabe an den Landtagspräsidenten
Unterschriftenübergabe für faire Volksabstimmungen am 11. Mai 2011: Wolgang Drexler, Willi Stächele, Brigitte Lösch und Reinhard Hackl.

Dem neu gewählten Landtagspräsidenten Willi Stächele und seinen zwei Stellvertretern Wolfgang Drexler und Brigitte Lösch wurde am 11. Mai 2011, dem ersten Sitzungstag des neu gewählten Landtages, ein wichtiger Auftrag mitgegeben: Auf Silbertabletts wurden ihnen von der Bürgeraktion Mehr Demokratie und dem Omnibus für direkte Demokratie fast 19.000 Unterschriften überreicht. Die Unterschreiber fordern darin vom Landtag faire Volksabstimmungsregeln für Baden-Württemberg ein. [mehr]


Koalitionsvertrag: Lehren aus Stuttgart 21?

Koalitionsvertrag: Lehren aus Stuttgart 21?
Demonstratiion gegen Stuttgart 21

Nun steht der Koalitionsvertrag von Grünen und SPD und er enthält viele Vorhaben, mit denen die Bürgerinnen und Bürger mehr Einfluss bekommen sollen. Das ist unter Anderem eine Folge des Streits um Stuttgart 21, aber auch des langjährigen Engagements von Mehr Demokratie e.V.. Wir haben uns den [Text] genau angeschaut.


Wie weiter nach der Wahl?

Mitgliederversammlung und Aktiventreffen am 2. April verabschiedeten ein Thesenpapier zur Demokratieentwicklung in Baden-Württemberg. Das Positionspapier mit 7 Demokratiebausteinen stellt den Rahmen für die Arbeit des Landesverbandes in den nächsten Jahren dar. Es zeigt auf, wie wir an der Weiterentwicklung der Demokratiefragen nach dem Regierungswechsel im Anschlus an die Landtagswahl im März mitwirken können.

Das Papier beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie angesichts der ablehnenden Haltung der CDU in Baden-Württemberg trotzdem die Demokratieentwicklung vorangetrieben wird. Herausgekommen ist der Vorschlag "Volksabstimmung über die Volksabstimmung."

Hier können Sie die Protokolle und den Vorschlag herunterladen:

[ Protokoll.] vom 5.2.2011

[ Protokoll.] vom 26.2.2011

[Vorschlag...] Demokratieentwickung im Baden-Württemberg: Volksabstimmung über die Volksabstimmung.

Bündnis fordert Reform bei landesweiten Volksbegehren

Das Bündnis für mehr Demokratie in Baden-Württemberg fordert, die landesweite Volksgesetzgebung zu reformieren und hat Eckpunkte zur Reform vorgelegt. Dem Bündnis gehören über 20 Landesverbände an, darunter der DGB oder BUND und Nabu.

Pressemitteilung der Bündnisses [pdf]

Reformvorschläge des Bündnisses [pdf]

Synopse der momentanen Regelungen und den Reformvorschlägen [pdf]

Bürgerbegehrensbericht Baden-Württemberg 1995 bis 2010

Bürgerbegehrensbericht Baden-Württemberg 1995 bis 2010
Diskussionsveranstaltung am 1.10. in Stuttgart

Bürgerinitiativen scheitern weiterhin eher an formalen Hürden als in der Abstimmung

 

Der Bürgerbegehrensbericht zeigt, dass Bürgerbegehren werden oft von neuen Bürgerinitiativen angestoßen und scheitern weniger beim Entscheid als an formalen Hürden. Diese und viele andere Erkenntnisse zeigt Fabian Reidinger von Mehr Demokratie am 1. Oktober auf einer Versanstaltung in Stuttgart auf. Den Bericht könen Sie [hier] herunnterladen oder gedruckt im Landesbüro bestellen.


Unterschriftensammlung: Damit die Mehrheit entscheidet!

Hier können Sie [unterschreiben] oder die [Unterschriftenliste] zum Ausdrucken herunterladen.


Aktuelle Pressemitteilung

Aktuelles:

24. Januar 2012

Demokratiefahrplan der Landesregierung: umfassend, innovativ und ambitioniert

Auf einer Regierungspressekonferenz stellte die Staatsrätin Gisela Erler den Demokratiefahrplan 2012 der Landesregierung vor.


Kat: BW - wichtig

Bürgerbegehren?

Sie wollen ein Bürgerbegehren organisieren und brauchen dazu Informationen? Wir beraten Sie gerne. [mehr]


Workshop zur Reform der direkten Demokratie auf Landesebene

3. Mär. 12

Böblingen, Haus der Begegnung

Landesmitgliederversammlung

12. Mai. 12

Landesbüro Stuttgart



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